
Arbeitsgericht: Schließungspläne ernten viel Kritik
Das geplante Aus für das Arbeitsgericht in Oberhausen sorgt für reichlich Gegenwehr. Unter anderem hat sich Oberbürgermeister Thorsten Berg eingeschaltet. Vor Ort kein eigenes Arbeitsgericht mehr zu haben, schwächt eine Großstadt wie Oberhausen, sagt Thorsten Berg. Er hat nach eigenen Angaben schriftlich an die Landesregierung und an Justizminister Benjamin Limbach appelliert, den Standort Oberhausen zu erhalten.
Veröffentlicht: Donnerstag, 18.12.2025 07:37
Das Land will die Zahl Arbeitsgerichte in NRW auf künftig nur noch 15 halbieren. Das Oberhausener Gericht steht mit auf der Streichliste. Es soll den Plänen nach mit ins Arbeitsgericht Essen ziehen und von der Nachbarstadt aus arbeiten. Die betroffenen Mitarbeiter in Oberhausen wehren sich in einem offenen Brief gegen die Pläne. Sie ärgern sich darüber, dass am Standort Essen bereits die Zusammenlegung vorbereitet wird, während den Beschäftigten des Arbeitsgerichts Oberhausen weder Alternativen oder Übergangslösungen angeboten, noch mit ihnen Gespräche geführt werden. Zudem gäbe es künftig keine bürgernahe Anlaufstelle mehr, so die Kritik. Die Wege für Hilfesuchende würden sich um 14 Kilometer verlängern. Dies sei für viele Menschen in Oberhausen, vor allem für sozial benachteiligte, eine große Hürde.