Ausbau der Betuwe-Linie geht weiter

Jetzt im Frühjahr starten jede Menge neue Arbeiten für den Ausbau der Betuwe-Güterzuglinie zwischen Oberhausen und Emmerich. Das hat die Deutsche Bahn angekündigt.

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Im Bereich Oberhausen wird unter anderem ein 250 Meter langer Kabeltrog gebaut - eine Betonhülle, die wichtige Kabel schützt. In der Nähe der A42-Unterführung wird ein Damm gebaut. Die Bahn installiert außerdem mehrere Signale und baut einen sogenannten "Signalausleger" - eine Konstruktion, an der Signale befestigt werden. Die Arbeiter verlegen außerdem knapp einen Kilometer Schiene für das neue Gleis. Zusätzlich sind mehr als 4.000 Bohrungen geplant, um rauszufinden, ob sich Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg im Boden befinden.

Auf weiteren Streckenabschnitten, unter anderem in Dinslaken, Voerde und Rees, laufen Grünarbeiten, Fundamente für Masten werden gegossen, Kabel unterirdisch verlegt und Lärmschutzwände aufgebaut.

Für Ausbauarbeiten Sperrungen nötig

Um die Bauarbeiten so schnell wie möglich durchführen zu können, muss die Bahn allerdings den Zugverkehr auf der Strecke zwischen Oberhausen und Emmerich einschränken. Ab Freitag (18.2.) wird es acht Wochen lang entweder Vollsperrungen geben oder es steht für den Bahnverkehr nur ein Gleis zur Verfügung. Die Vollsperrungen sind immer an den Wochenenden geplant, weil da weniger los ist. Sie gelten von Freitag Abend bis Sonntag Nacht. Zwischen den Vollsperrungen steht jeweils ein Gleis zur Verfügung.

Nah- und Fernverkehr betroffen

Im Nahverkehr sind unter anderem die Züge der Linie RE49 von Wuppertal über Oberhausen nach Wesel und umgekehrt betroffen. Sie müssen ab dem 28. Februar zwischen Oberhausen Hbf und Wesel ausfallen. Es fahren Ersatzbusse. Bis dahin fallen die Züge der Linie 49 sowieso wegen des Übergangsfahrplans für die ehemaligen Abellio-Linien ersatzlos aus, sagt die Bahn. Weitere Fahrplanänderungen im Nahverkehr der betroffenen Strecke teilen die zuständigen Verkehrsunternehmen selbst mit.

Auch der Fernverkehr ist ab Samstag (19.2.) betroffen - und zwar bis 20. März, dann noch mal am Wochenende 26./27. März und vom 9. bis 22. April. Es gibt für bestimmte Linien Umleitungen, Halte, die entfallen und frühere Endstationen als normal.

Wie sich das alles genau auf den Fahrplan auswirkt, lässt sich vorab in den Apps "DB Bauarbeiten" und "DB Navigator" nachgucken oder über die Seite der Bahn, die alle Bauinfos auflistet.

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