Auswirkungen der Straßenbahn-Umrüstungen noch unklar

In ganz NRW müssen aus Sicherheitsgründen 1.700 Straßenbahnen umgerüstet werden. Was das für die Verkehrsbetriebe im Ruhrgebiet für Auswirkungen hat, ist noch völlig unklar. Das hat eine Umfrage der Deutschen Presseagentur ergeben. Die Unternehmen warten noch auf konkrete Anweisungen der Bezirksregierung.

© Martin Möller/FUNKE Foto Services

Dann haben wir zwei Jahre Zeit unsere 160 Bahnen für Mülheim und Essen nachzurüsten, sagt zum Beispiel die Ruhrbahn. Noch liegt uns die schriftliche Aufforderung der Bezirksregierung dazu aber nicht vor. Ähnlich äußert sich die Duisburger Verkehrsgesellschaft mit ihren 60 Straßenbahnen. Die Stoag in Oberhausen muss nur sechs Bahnen umbauen. Noch fehlen aber die technischen Vorgaben der Bezirksregierung, heißt es auch von der Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG mit ihren 140 Fahrzeugen.

Geisterfahrt in Bonn sorgt für neue Sicherheitsvorkehrungen

Nach der Geisterfahrt einer Straßenbahn in Bonn mit einem bewusstlosen Fahrer sollen alle Bahnen in NRW ihre sogenannten Totmann-Schaltungen umbauen. Aktuell müssen Fahrer einen bestimmten Schalter permanent gedrückt halten. In Zukunft ist vorgesehen, dass das alle 15 Sekunden passieren soll, um so ein Lebenszeichen des Fahrers zu erhalten.

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