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Blutdrucksenker in der Ruhr: Landesumweltamt warnt
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Blutdrucksenker in der Ruhr: Landesumweltamt warnt

Wegen des Niedrigwassers in der Ruhr wurde bei Mülheim eine deutlich erhöhte Konzentration eines Blutdrucksenkers gemessen. Das Landesumweltamt hat dafür eine Warnmeldung herausgegeben.

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Der Wirkstoff Candesartan wurde mit 0,67 Mikrogramm pro Liter gemessen – mehr als doppelt so viel wie die Meldeschwelle von 0,3 Mikrogramm. Die Warnung richtet sich vor allem an Trinkwasserversorger, die aus dem sogenannten Uferfiltrat der Ruhr Trinkwasser gewinnen – sie sollen jetzt entsprechende Schutzmaßnahmen prüfen. Der Wirkstoff gilt in Deutschland als stark wassergefährdend und ist laut Landesumweltamt giftig für Fische, Wasserflöhe und andere Wasserlebewesen – zudem hemmt er das Algenwachstum. Ursache ist, dass das Medikament über Kläranlagen ohne sogenannte vierte Reinigungsstufe in die Flüsse gelangt – bei Niedrigwasser wie derzeit verdünnt sich der Stoff dann deutlich schlechter. Auch im Rhein wurden erhöhte Werte gemessen, dort allerdings niedriger als in der Ruhr.

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