
Duisburg: Prozess nach fast tödlichem Treppensturz gestartet
Ein 25-Jähriger soll in Duisburg einen Mann eine U-Bahn-Treppe hinuntergestoßen haben. Sein Prozess am Landgericht Duisburg hat nun begonnen. Die Anklage lautet versuchter Totschlag. Der Hintergrund:
Veröffentlicht: Freitag, 20.02.2026 11:05
Im Februar vergangenen Jahres soll der Angeklagte einen stark alkoholisierten Mann an einem Duisburger Bahnhof über ein Treppengeländer gestoßen haben. Der 29-jährige Mann stürzte mehrere Meter tief in den Treppenschacht. Dabei hat er sich lebensgefährlich verletzt, musste notoperiert werden und lag danach im Koma. Zunächst war die Polizei von einem Unfall ausgegangen. Als der Verletzte wieder wach war, behauptete er jedoch, dass er gestoßen worden sei. Es soll auch Videoaufnahmen geben, heißt es vom Landgericht Duisburg.
Am ersten Prozesstag habe der Angeklagte den Ablauf im Großen und Ganzen bestätigt, so ein Sprecher des Landgerichts. Der Angeklagte bestreite jedoch, den Mann absichtlich so heftig gestoßen zu haben. Einen Tötungsvorsatz habe er nicht gehabt, so ein Sprecher des Landgerichts. Bei einer Verurteilung wegen versuchten Totschlags drohen ihm bis zu 15 Jahre Haft. Das Urteil soll Mitte März fallen.