
Am Mittwochabend (17.06.) führte die Polizei Oberhausen einen umfangreichen Sondereinsatz mit zahlreichen Kräften im Rahmen der Strategischen Fahndung durch. Dieses polizeiliche Instrument wurde von Polizeipräsidentin Dr. Sylke Sackermann angeordnet und ermöglicht es, Personen im öffentlichen Raum anzuhalten sowie Fahrzeuge und mitgeführte Gegenstände zu kontrollieren (§ 12a Polizeigesetz NRW), um schwerwiegende Straftaten frühzeitig zu verhindern. Ziel ist es, potenzielle Täter rechtzeitig zu erkennen und Straftaten bereits im Vorfeld zu unterbinden.
Gleichzeitig trägt die erhöhte Polizeipräsenz spürbar zur Stärkung des Sicherheitsgefühls der Bürgerinnen und Bürger bei. Der Einsatz, der gemeinsam mit der Stadt Oberhausen (u.a. Ausländerbehörde, Bauaufsicht, Ordnungsbehörde), dem Hauptzollamt Duisburg und der Steuerfahndung und mit Unterstützung der Einsatzhundertschaft aus Essen durchgeführt wurde, ist für die Polizei Oberhausen Bestandteil des neuen Behördenschwerpunktes "Sichere Innenstadt". Denn das erklärte Ziel der Polizei Oberhausen lautet: mehr Sicherheit und stärkere Präsenz in der Innenstadt. "Wir haben uns zum Ziel gesetzt, die Oberhausener Innenstadt objektiv und subjektiv sicherer zu machen. Die wahrnehmbare behördliche Zusammenarbeit im Rahmen solcher integrativen Einsätze ist dafür ein wesentlicher Erfolgsfaktor", so der Konzeptverantwortliche und Einsatzleiter Polizeidirektor Oliver Olbers.
"Die wiederholten gemeinsamen Kontrolleinsätze zeigen, dass die Oberhausener Sicherheitsbehörden eng und verlässlich zusammenarbeiten - genau das erwarten die Bürgerinnen und Bürger zu Recht von uns", betont Michael Jehn, Ordnungsdezernent der Stadt Oberhausen. "Entscheidend ist dabei nicht nur die Verfolgung schwerwiegender Straftaten. Auch die konsequente Ahndung kleinerer Verstöße trägt dazu bei, Regeln im öffentlichen Raum durchzusetzen und das Sicherheitsgefühl der Menschen nachhaltig zu stärken. Wer erlebt, dass unsere gemeinsamen gesellschaftlichen Spielregeln gelten und eingehalten werden, gewinnt Vertrauen in den Rechtsstaat. Diese Präsenz und Konsequenz sind eine wichtige Grundlage für eine sichere und lebenswerte Innenstadt."
Auch die Polizeipräsidentin Sylke Sackermann freut sich über den gelungenen Sondereinsatz: "Gestern hat sich wieder eindrucksvoll gezeigt, was möglich ist, wenn alle Netzwerkpartner engagiert und vertrauensvoll zusammenarbeiten. Mein herzlicher Dank gilt deshalb allen Beteiligten, die mit großem Einsatz zum Gelingen beigetragen haben. Die sehr guten Ergebnisse sind eine klare Botschaft: Wir sorgen gemeinsam für Ordnung und Sicherheit in Oberhausen."
Die Polizei unterstützte die Partnerbehörden im Rahmen der Amts- und Vollzugshilfe bei der Überprüfung von diversen Gastronomiebetrieben. Im Bereich der Innenstadt wurden zudem zahlreiche Personenkontrollen durchgeführt. Parallel führten im Rahmen des Einsatzes Kräfte des Verkehrsdienstes Fahrzeug-Kontrollen an neuralgischen Punkten durch, die im Fokus des Bereichs der Strategischen Fahndung liegen. Polizei- und Ordnungskräfte bestreiften fußläufig in gemischten Teams die Bereiche rund um die Innenstadt, wie den Hauptbahnhof, angrenzende Parks, den Saporoshje-Platz, die Markstraße sowie diverse Seitenstraßen. Zusätzlich waren auch Streifenwagen in den Straßen der Innenstadt unterwegs, um gezielt entsprechende Verkehrsverstöße zu ahnden.
Die Bilanz:
233 Personen- und Verkehrskontrollen
eine Festnahme (wegen Verdacht illegaler Aufenthalt)
Zwei Betriebe wurden aufgrund von Baumängeln unverzüglich geschlossen
Sicherstellung von Betäubungsmitteln
Diverse Straf- und Ordnungswidrigkeitsanzeigen (u.a. wegen Steuerhinterziehung)
Sicherstellung von über 100 Plagiaten
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