
Rund neun Monate liegt die tödliche Messerattacke auf eine 50-Jährige in Oberhausen zurück. Jetzt ist ihr Ex-Partner zu lebenslanger Haft wegen Mordes verurteilt worden. Der Angeklagte hatte im Prozess gestanden, sein Opfer in der ehemals gemeinsamen Wohnung erstochen zu haben. Die Stiche trafen unter anderem den Brustbereich und das Gesicht. Die Frau war noch am Tatort verblutet. Anschließend hatte der 59-Jähriger seiner schon toten Ex-Partnerin in einer Chatnachricht geschrieben: «Schlaf schön, mein Schatz. Du warst die große Liebe meines Lebens.» Nach der Tat hatte der Angeklagte laut Gericht versucht, sich selbst das Leben zu nehmen.
Übersteigertes Besitzdenken als Motiv
Das Gericht wertete die Tat als heimtückischen Mord aus niedrigen Beweggründen. Die 50-Jährige habe nicht mit einem Angriff gerechnet. Da sie sich endgültig trennen wollte, habe der 59-Jährige befürchtet, die Kontrolle über sie zu verlieren. Das Motiv sei ein übersteigertes Besitzdenken gewesen. Laut Urteil hatte der Mann das Bedürfnis, Macht auszuüben, und hatte die vierfache Mutter schon in der Vergangenheit beleidigt und kontrolliert. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.