Fußball-Bundesliga am Samstag: Sieben Spiele, sieben Köpfe

Manuel Neuer
© Sven Hoppe (dpa)

8. Spieltag

Berlin (dpa) - Der 8. Spieltag der Fußball-Bundesliga startet am heutigen Samstag mit gleich sieben Partien. Dabei gibt es für einige Akteure ein Wiedersehen mit ihren einstigen Vereinen.

Bei der TSG 1899 Hoffenheim fiebern die Verantwortlichen dem Comeback ihres Stürmers Andrej Kramaric nach überstandener Corona-Infektion entgegen. Manuel Neuer könnte beim FC Bayern München Oliver Kahn einholen, Teenager Youssoufa Moukoko im Dress von Borussia Dortmund sein Debüt geben.

FC Bayern München - Werder Bremen (15.30 Uhr/Sky)

MANUEL NEUER: Nach sechs Gegentreffern beim 0:6-Debakel im Länderspiel gegen Spanien will Manuel Neuer als Rekordtorhüter der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in einer Jubiläumspartie mit dem Verein ohne Gegentor eine Bestmarke einstellen. Im 400. Pflichtspiel für den FC Bayern könnte er am Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen Werder Bremen zum 196. Mal in seiner Bundesliga-Karriere zu Null spielen. Das glückte bislang nur Oliver Kahn, der seit diesem Jahr Vorstandsmitglied bei den Münchnern ist.

Borussia Mönchengladbach - FC Augsburg (15.30 Uhr/Sky)

TOBIAS STROBL: Schöner als mit der Champions-League-Qualifikation konnte sich Tobias Strobl im Sommer nach vier Jahren fast nicht von Borussia Mönchengladbach verabschieden. Der Mittelfeldspieler wechselte vor wenigen Monaten zum FC Augsburg. Die Konkurrenten heißen nun Rani Khedira und Carlos Gruezo, außerdem bekam der Bayer auch einen Drei-Jahres-Vertrag beim FCA. Bislang hat Strobl alle Pflichtspiele für die Augsburger mitgemacht, mit der Borussia fiebert der 30-Jährige aber immer noch mit.

TSG 1899 Hoffenheim - VfB Stuttgart (15.30 Uhr/Sky)

ANDREJ KRAMARIC: Sebastian Hoeneß und vor allem Alexander Rosen werden nicht müde, den enormen Wert von Vize-Weltmeister Andrej Kramaric für die TSG Hoffenheim zu betonen. Und tatsächlich: Mit sechs Toren in drei Spielen hat der Kroate in dieser Spielzeit eine ähnlich gute Quote wie Bayerns Toptorjäger Robert Lewandowski (elf Tore in sechs Spielen). Wegen einer Corona-Infektion musste Kramaric zuletzt mehrere Wochen aussetzen, gegen den VfB soll er zurückkehren. «Er ist in einer ordentlichen Verfassung, ich bin recht optimistisch», sagte Hoeneß.

FC Schalke 04 - VfL Wolfsburg (15.30 Uhr/Sky)

NALDO: Kein alltägliches Spiel für Schalkes 38 Jahre alten Co-Trainer: Nach vier Jahren beim VfL Wolfsburg und zwei Jahren beim FC Schalke 04 feiert der Brasilianer beim Aufeinandertreffen seiner ehemaligen Clubs ein Wiedersehen mit den Niedersachsen. Noch gilt der ehemalige Abwehrchef als Trainer-Lehrling, doch Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider sagte schon nach der Verpflichtung: «Naldo wird viel positive Energie in unsere Kabine bringen.»

Arminia Bielefeld - Bayer 04 Leverkusen (15.30 Uhr/Sky)

LUCAS ALARIO: Ganz sicher kann sich Lucas Alario natürlich nicht sein, dass er beim Spiel gegen Arminia Bielefeld wieder von Beginn an ran darf. Allerdings sprechen bislang sieben Saison-Tore, darunter drei Doppelpacks in Serie, für den Argentinier, der unter Bayer-Coach Peter Bosz oft nur zweite Wahl war. Doch mit einem weiteren Doppelpack könnte Alario in die Bundesliga-Geschichte eingehen. Viermal zwei Tore in Serie schafften bislang nur Lothar Emmerich (Borussia Dortmund/1967) und Tomislav Maric (VfL Wolfsburg/2001).

Eintracht Frankfurt - RB Leipzig (18.30 Uhr/Sky)

DANI OLMO: Bei der 6:0-Fiesta gegen Deutschland war Dani Olmo Spaniens bester Mann. Nun soll der Edeltechniker den Leipziger Frankfurt-Fluch brechen. RB gewann noch nie bei der Eintracht und Olmo weiß immerhin, wie man dort trifft. Beim 1:3 im Pokal erzielte der 22-Jährige Anfang Februar sein Premieren-Tor für Leipzig. Am Samstagabend soll der Mittelfeldspieler der X-Faktor werden. Zumal es nicht ausgeschlossen ist, dass dies Olmos letzter Auftritt in Frankfurt wird. Spielt er weiterhin so eine starke Saison, wird ein Wechsel zu einem Großclub im Sommer zwangsläufig ein Thema.

Hertha BSC - Borussia Dortmund (20.30 Uhr/DAZN)

YOUSSOUFA MOUKOKO: Immer wieder Dortmund. Der BVB hat aktuell etliche europäische Top-Talente in seinen Reihen. Einige von ihnen sind noch nicht einmal 20. Wie Youssoufa Moukoko, der als das größte Versprechen des deutschen Fußballs gilt. Am Freitag wurde er gerade einmal 16 Jahre alt, am Samstag könnte er der jüngste Bundesliga-Profi werden. Den Rekord hält bislang - natürlich - auch ein Dortmunder: Nuri Sahin war bei seinem Debüt 16 Jahre und 335 Tage alt.

© dpa-infocom, dpa:201120-99-407963/5

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