
Krankenhaus: Anstieg der Behandlungen psychischer Erkrankungen
Die Zahlen für das Jahr 2024 zeigen einen klaren Trend: Mehr Menschen in Oberhausen wurden wegen psychischer und Verhaltensstörungen im Krankenhaus behandelt. Insgesamt wurden 2024 rund 2.780 Patientinnen und Patienten mit diesen Diagnosen aus Oberhausener Krankenhäusern entlassen – das ist ein Anstieg von 2,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das zeigt eine Statistik von IT.NRW.
Veröffentlicht: Montag, 09.03.2026 11:10
Von dem Anstieg besonders betroffen sind Männer, bei denen die Behandlungszahlen um etwa 4,5 Prozent auf rund 1.450 Fälle gestiegen sind. Bei Frauen gab es ebenfalls einen Zuwachs - um ein Prozent auf etwa 1.330 Behandlungen. Auch in NRW wurde seit 2020 ein leichter, kontinuierlicher Anstieg der vollstationären Krankenhausbehandlungen wegen psychischer und Verhaltensstörungen festgestellt. Im Jahr 2024 lagen die landesweiten Zahlen 2,1 Prozent höher als im Vorjahr.
Die häufigsten Gründe für solche Krankenhausaufenthalte waren laut Statistik Störungen durch psychotrope Substanzen wie Alkohol - hier waren vor allem Männer betroffen. Dicht gefolgt von sogenannten affektiven Störungen, zu denen hauptsächlich depressive Erkrankungen zählen und die vermehrt Frauen betrafen. Die Daten basieren auf der jährlichen Krankenhausstatistik, die alle vollstationär entlassenen Patienten erfasst.