
Mangel an Kitas und Pflege treibt Oberhausener in Teilzeit
Insgesamt arbeiten in Oberhausen 24.200 Menschen in Teilzeit. Davon sind rund 77 Prozent Frauen. Das geht aus Zahlen der Arbeitsagentur hervor, auf die die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) Ruhrgebiet hinweist.
Veröffentlicht: Montag, 16.02.2026 12:50
Martin Mura von der NGG betont, dass Teilzeitarbeit für viele der einzige Weg ist, Beruf und Familie oder die Pflege von Angehörigen zu vereinbaren. Es würden ausreichende Kitaplätze und eine gute Pflegeinfrastruktur fehlen. Die Folgen einer Teilzeitbeschäftigung seien unter anderem eine geringere Rente.
Auslöser der Diskussion war ein Vorschlag des CDU-Wirtschaftsflügels. Dieser will Teilzeitkräfte, die Wohngeld oder Kinderzuschlag erhalten, zum Vollzeitjob zwingen. Die NGG argumentiert, dass solche Maßnahmen ohne bessere Betreuungs- und Pflegeangebote nichts bringen würden.