
Wer zehn Stunden pro Woche arbeitet, hat künftig 47 Euro mehr im Monat auf dem Konto, rechnet die Gewerkschaft NGG vor. Gleichzeitig kritisiert sie, dass Mini-Jobber oft schlechter behandelt werden als Vollzeitkräfte. Besonders betroffen ist die Gastronomie mit 2650 Mini-Jobbern in der Stadt. 60 Prozent aller geringfügig Beschäftigten sind Frauen, oft junge Mütter. Die Gewerkschaft warnt: Mini-Jobs können zur beruflichen Sackgasse werden, weil viele nicht in Vollzeitstellen wechseln können. Für die Betroffenen bedeutet das: mehr Geld kurzfristig, aber Risiko niedriger Renten später, so die NGG.
Hinweis: Zum Thema Mini-Jobber gibt es unterschiedliche Zahlen. Die Minijob-Zentrale kommt nach eigenen Angaben auf nur 17.078 geringfügig Beschäftige in Oberhausen. Die Differenz entsteht, weil Bundesagentur für Arbeit und Minijob‑Zentrale unterschiedliche Grundgesamtheiten, Zeitpunkte und Definitionen nutzen – sie zählen also nicht exakt dasselbe. Die Gewerkschaft verwendet die Zahlen der Arbeitsagentur.