Mülldetektive häufiger im Einsatz

Die Stadt Oberhausen wird in diesem Jahr den Kampf gegen Müllsünder noch einmal verstärken. Sie will Mülldetektive bei uns deutlich häufiger einsetzen, als das bislang der Fall war.

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Geplant sind Aufträge über 400 Stunden, heißt es. Im letzten Jahr waren die Mülldetektive nur 200 Stunden unterwegs - verteilt auf September und Oktober. Sie sollen sich vor allem rund um die 120 Containerstandorte auf die Lauer legen. Immer wieder landet vor allem in den Altpapiercontainern Abfall, der dort nicht hineingehört - zum Beispiel Toilettendeckel, Katzenstreu oder Radkappen. Was nicht rein passt, wird oft einfach daneben gelegt. Im letzten Jahr haben die Mülldetektive allein im September und Oktober 67 Müllsünder erwischt. Sie mussten, je nach Art und Menge des Mülls, ein Bußgeld von bis zu 250 Euro zahlen.

Stadt zahlt bei Mülldetektiven drauf

Die Bußgelder von geschnappten Müllsündern gleichen die Kosten nicht aus. Geschätzt decken sie nur 20 Prozent der Honorare, heißt es vom Umweltamt. Trotzdem lohnt sich der Einsatz: Allein dass es die Mülldetektive überhaupt gibt, hat im letzten Jahr dazu geführt, dass vor allem Containerstellplätze deutlich sauberer geworden sind. Deswegen wird die Stadt Geld in die Hand nehmen und sie in diesem Jahr deutlich häufiger einsetzen. Damit will die auch die Zahl der wilden Müllkippen besser in den Griff bekommen. Die ist nämlich trotz der Mülldetektive im letzten Jahr weiter gestiegen. Bis Anfang Dezember gab es über 2.500 und damit rund 350 wilde Müllkippen mehr als noch im Jahr davor.

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