
Das Mülheimer Gesundheitsamt hat die Ermittlungen aufgenommen und steht mit dem Oberhausener EKO und anderen Beteiligten in Kontakt, heißt es von der Stadt auf unsere Nachfrage. Zuvor hatte die WAZ berichtet. Demnach wurden rund 15 Kinder nach dem 21. Juni ambulant mit Magen-Darm-Beschwerden in der Oberhausener Kinderklinik behandelt – viele davon nach einem Schwimmbadbesuch. Ein gesicherter Beweis, dass das Badewasser die Erkrankungen ausgelöst hat, liegt aber weiterhin nicht vor, so die Stadt Mülheim.
Erschwerend kommt hinzu: Rotaviren werden beim Naturbad routinemäßig gar nicht untersucht – die regulären Proben erfassen andere Keime wie E.coli oder Enterokokken. Selbst eine neue Beprobung kann einen möglichen Erregereintrag zu einem früheren Zeitpunkt nicht sicher nachweisen oder ausschließen. Die eigentlich für nächsten Monat geplante Begehung des Mülheimer Bades wurde jetzt vorgezogen.