
Oberhausen: Chemiepartnern verlängern Vertrag um 12 Jahre
Zwei große Industrieunternehmen am Standort Oberhausen wollen langfristig zusammenbleiben: Der Chemiekonzern OXEA und der Gaselieferant Air Liquide haben ihren Liefervertrag am Industriepark Ruhrchemie um zwölf Jahre verlängert. Air Liquide investiert dabei über 20 Millionen Euro in den Oberhausener Standort.
Veröffentlicht: Montag, 18.05.2026 14:30
Air Liquide liefert an der Ruhrchemie seit Jahrzehnten Synthesegas und Wasserstoff an OXEA – Grundstoffe, die für die Herstellung von Chemikalien gebraucht werden, die in Lacken, Kosmetika und Medikamenten stecken. Die Anlage in Oberhausen ist Air Liquides größter Produktionsstandort in Deutschland – mit einer Jahreskapazität von 340.000 Tonnen. Mit dem frischen Investitionsgeld soll die bestehende Anlage modernisiert und langfristig stabil gehalten werden. Bemerkenswert ist auch die Klimabilanz: Seit 2021 hat Air Liquide seinen CO2-Ausstoß am Standort um 50 Prozent reduziert – das abgeschiedene CO2 wird unter anderem an die Lebensmittelindustrie weiterverkauft. Für Oberhausen ist die Vertragsverlängerung ein Signal für die Stabilität des Industriestandorts: Der Industriepark Ruhrchemie gilt als einer der wichtigsten Chemiestandorte in Deutschland.