Polizei Essen/Mülheim kämpft gegen Shitstorm

Die Polizei Essen/Mülheim wehrt sich gegen Rassimus-Vorwürfe, die gerade im Internet vebreitet werden. Am vergangenen Mittwoch hatte es auf einer Polizeiwache einen Vorfall gegeben. Was genau passiert ist, schildern Polizei und angebliche Opfer aber komplett unterschiedlich.

© Ralph Hoppe - stock.adobe.com

Eine in Mülheim wohnhafte Nigerianerin wollte den Diebstahl ihrer Geldbörse anzeigen. Daraufhin soll - so der Vorwurf - die Polizei sie ausgelacht und sie und ihre Tochter geschlagen haben. Im Anschluss soll es zu weiteren Übergriffen gekommen sein und rassistische Beleidigungen gegeben haben. Laut Polizei hätten sich die Frauen aber aggressiv und beleidigend verhalten. Sie seien aus dem Gebäude verwiesen worden. Später seien männliche Bekannte aufgetaucht. Sie seien ebenfalls sehr aggressiv gewesen, und hätten mit den Fäusten gegen die Scheibe der Polizeiwache geschlagen. Im Anschluss "folgte eine Widerstandshandlung, die von einem Polizeibeamten mit einem Mehrzweckstock gebrochen wurde". Die Polizei weist jegliche Vorwürfe rassistischer Gewalt zurück und weist daraufhin, dass es weder eine offizielle Beschwerde, noch eine Anzeige gegen die Beamten geben. Aus Gründen der Neutralität wird durch eine andere Ermittlungsbehörde geprüft.

Hintergrund des Shitstorms

Einer der angeblich Geschädigten hat die Geschichte in seiner Instagram-Story verbreitet. Diese wurde mehrfach geteilt. Sie erreichte die Polizei auf diesem Weg allerdings nicht, da die Essener Polizei keinen Instagram-Account pflegt und die Markierung so ins Leere lief. Ein Screenshot der Story verbreitete sich anschließend aber über Twitter und wurde dort von reichweitenstarken Seiten geteilt und die Polizei zur Aufklärung der Geschichte aufgefordert.

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