
Streit um CO2-Pipeline durch Oberhausen
Der Netzbetreiber Open Grid Europe plant mit dem „Delta-Rhine-Corridor" eine 200 Kilometer lange Pipeline, die CO2 aus NRW-Industrieanlagen zur Speicherung an die Nordsee transportieren soll. Bürger können sich noch bis zum 26. Oktober online zur möglichen Streckenführung äußern.
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Der bevorzugte Korridor verläuft durch Oberhausen über Osterfeld am Olga-Park vorbei ins Waldgebiet Grafenbusch. Der Heimatverein Schmachtendorf akzeptiert diese Variante grundsätzlich, lehnt aber zwei alternative Streckenführungen ab, die durch Schmachtendorf führen würden. Besonders kritisch sieht der Verein eine mögliche Inanspruchnahme des Naturschutzgebiets „Im Fort" sowie des Biotops am Nassenkamp. Auch eine südliche Variante durch den Sterkrader Wald lehnt er ab. Der BUND Oberhausen kritisiert zusätzlich, dass auch der bevorzugte Korridor Landschaftsschutzgebiete wie Kaisergarten und Grafenbusch betrifft, und bewertet die zugrundeliegende CCS-Technologie insgesamt als Scheinlösung, die die Energiewende verzögere. Laut Open Grid Europe soll im März 2027 eine konkrete Vorzugstrasse feststehen, Baubeginn könnte frühestens 2031 sein.