
Im Rahmen der landesweiten Präventionskampagne "Verantwortung stoppt Vollgas" sensibilisiert die Verkehrsunfallprävention des Polizeipräsidiums Oberhausen derzeit junge Menschen für die Gefahren und Risiken des Straßenverkehrs. Die ersten beiden Aktionstage fanden bereits an einem Oberhausener Berufskolleg statt. In den kommenden zwei Wochen wird das Präventionsangebot an weiteren Schulen fortgeführt.
Im Mittelpunkt stehen dabei insbesondere junge und unerfahrene Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer. Ziel der Aktion ist es, die Jugendlichen und jungen Erwachsenen für die möglichen Folgen riskanten Verhaltens zu sensibilisieren und ihnen anschaulich zu vermitteln, wie wichtig Aufmerksamkeit, Rücksichtnahme und eine realistische Einschätzung der eigenen Fähigkeiten im Straßenverkehr sind. An insgesamt vier interaktiven Stationen können die Schülerinnen und Schüler verschiedene Gefahrensituationen selbst erleben und sich mit den möglichen Folgen auseinandersetzen. Bei einer E-Scooter-Simulation erfahren die Teilnehmenden, wie sich eine eingeschränkte Wahrnehmung und verlängerte Reaktionszeiten auf die sichere Teilnahme am Straßenverkehr auswirken können. Der Helmsimulator macht eindrucksvoll deutlich, welchen Kräften der Kopf bei einem Verkehrsunfall ausgesetzt sein kann und wieviel Schutz ein geeigneter Helm bietet. An einer weiteren Station, einem digitalen und interaktiven Informationsboard, geht es unter anderem um die Gefahren von Alkohol und Drogen im Straßenverkehr. Dabei steht insbesondere im Fokus, wie stark die Wahrnehmung, Reaktionsfähigkeit und Entscheidungsfindung durch eine Intoxikation beeinträchtigt werden können. Besonders eindringlich ist die vierte Station: Ein Unfallfahrzeug, in dem ein 46-jähriger Familienvater im Rahmen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens tödlich verunglückte. Das zerstörte Fahrzeug macht die möglichen Folgen von überhöhter Geschwindigkeit und riskantem Fahrverhalten unmittelbar sichtbar. Ein begleitender Kurzfilm rekonstruiert den Unfall und vermittelt den Fahranfängerinnen und -anfängern die Hintergründe. Die Begegnung mit dem Unfallfahrzeug und die anschließende Auseinandersetzung sorgen bei vielen Schülerinnen und Schülern für nachdenkliche und stille Momente.
Auch Polizeipräsidentin Dr. Sylke Sackermann besuchte die Veranstaltung vor Ort. Sie machte sich von dem Präventionsangebot selbst ein Bild und suchte das Gespräch mit den Schülerinnen und Schülern. "Gerade junge Menschen sollen frühzeitig für die Gefahren des Straßenverkehrs sensibilisiert werden. Verantwortung, Rücksichtnahme und ein realistischer Blick auf die eigenen Grenzen können entscheidend dazu beitragen, Unfälle und schwere Folgen zu verhindern", betont die Behördenleitung des Polizeipräsidiums Oberhausen.
Mit der Kampagne möchten die Kolleginnen und Kollegen der Verkehrsunfallprävention nicht nur Wissen vermitteln. Vielmehr geht es darum, die Jugendlichen zum Nachdenken anzuregen und sie dazu zu bewegen, das eigene Verhalten im Straßenverkehr kritisch zu hinterfragen. Denn überhöhte Geschwindigkeit, Unachtsamkeit, Alkohol- oder Drogenkonsum sowie eine falsche Einschätzung von Verkehrssituationen können innerhalb weniger Sekunden schwerwiegende Folgen haben.
Deshalb gilt: Verantwortung übernehmen, Tempo reduzieren - denn Verantwortung stoppt Vollgas.
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