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Verkehrschaos Neue Mitte

Die Vorweihnachtszeit und insbesondere die Adventssamstage kosten viele Nerven: Stau auf der A516, A42, Konrad-Adenauer-Allee, Essener Straße - rote Lichter und kein Ende.

Radio Oberhausen am Morgen hatte Jenny Wegmeyer von der Verkehrsplanung der Stadt und Marcus Remark, CentrO-Manager, zu Gast.

Hier haben wir ihre Aussagen und die Antworten auf Eure Fragen und Anregungen zusammengefasst.

Ausgangssituation

Auch CentrO und Stadt sind mit der Situation nicht zufrieden, auch wenn sie betont haben, dass es sich auf eine überschaubare Zeit bezieht. Viele andere Stellen (bspw Fronleichnamskirmes in Sterkrade) hätten ebenfalls zu einer bestimmten Zeit im Jahr solche Probleme.

In enger Absprache arbeiten sie nahezu das ganze Jahr immer wieder an möglichen Verbesserungen für die Vorweihnachtszeit rund um die Neue Mitte.

Besonders leid täten ihm die wenigen Anwohner, besonders an der Ripshorster Straße, so CentrO-Manager Remark.

Was wurde bislang gemacht um die An- und Abreise zu entzerren?

Konrad-Adenauer-Allee
Je nach Verkehrslage kann die Ampelschaltung u.a an der Konrad-Adenauer-Allee verändert werden, damit sich Grünphasen der Masse anpassen.

Außerdem wurde bereits vor Jahren der Bereich baulich umgebaut, um mehr Autos abwickeln zu können (bspw zwei Linksabbiegerspuren).

Parkhäuser CentrO
Die renovierten Parkhäuser haben ein "Parkleitsystem" - dadurch können Autofahrer schneller einen freien Platz finden, der Rückstau wird kürzer.

Die Ausfahrten der Parkhäuser werden teilweise geändert - um den Ab- und Zufluss getrennt voneinander zu halten und beiden fließen zu lassen.

Parkhäuser werden zwischenzeitlich gesperrt, um sie regelt "voll werden zu lassen".

Ordner sorgen dafür, dass Fußgänger und Autofahrer sich rund um die Ausfahrten nicht in die Quere kommen. Außerdem werden CentrO-Kunden teilweise gebeten noch etwas zu bleiben, wenn die Straßen ein zügiges Wegfahren ohnehin unmöglich machen.

Was ist geplant?

LED-Wegweiser
Die Stadt hat inzwischen den Zuschlag bekommen und kann mit Geldern vom Bund nach und nach die Verkehrsschilder rund um die Neue Mitte austauschen. Sie werden ersetzt durch LED-Anzeigen, die, je nach Verkehrslage, die Autofahrer verschieden leiten bzw umleiten kann. Das ergibt womöglich Umwege, kann spontan aber überfüllte Strecken entzerren.

Eure Fragen und Anregungen - und die Antworten unserer Gäste

Wieso sorgt man nicht für breitere Straßen/Zuwege? (Lars)

Schlicht weil kein Platz dafür da ist. Aber selbst wenn: es wäre höchstens eine temporäre Lösung, denn: Mehr Fläche zieht mehr Verkehr an.

Stattdessen: Umdenken und Verkehr "neu" denken. Es ist nicht nur das Auto, sondern auch ÖPNV, Fahhrad und der Fußweg. Das zu verbessern ist ebenfalls ein Anliegen der Stadt.

Die Stoag fährt an den Adventssamstagen bereits "ohne Fahrplan" und schickt über die Trasse raus, was geht.



Wie soll es dann erst werden, wenn der Brammenring weiter bebaut wird?

Tatsächlich ein großes Problem - bis dahin muss definitv eine neue Lösung her.



Was ist mit einem weiteren Zubringer aus Essen? (Hörerin Susanne)

War mal ein Gedankenspiel, durch die Bebauung des Brammenrings aber inzwischen aus Platzgründen nicht mehr möglich.

 

Wieso wird die 105 aus Essen nicht verlängert? (Hörerin Jutta)

Würde das Centro sehr begrüßen. Ein Bürgerentscheid hat sich 2015 aber dagegen ausgesprochen. Damals mit dem prominenten Unterstützer Daniel Schranz, der noch nicht Oberbürgermeister, sondern in der Opposition war.



Wieso werden die Autobahnabfahrten nicht vergrößert? (Lars)

Die Abfahrten wären durchaus optimierbar. So ist bspw die AS-Zentrum von der A42 auch schon fernab des Weihnachtsgeschäfts kaum auf die Automassen ausgelegt. Wieso sind sie bspw mit einer Ampelregelung geplant worden?
Jetzt herrscht auch hier: Ein Platzproblem. Denkbar wäre zwar ein "Ohr" von der A42 zur A516, um dort den Linkabbieger zu vermeiden, aber das ginge nur auf Kosten von Wald oder Grafenbusch.



Warum findet an so einem Wochenende mit Weihnachtsgeschäft, Weihnachstmarkt, Verkaufsoffen... auch noch eine Veranstaltung von Kris Tall mit Tausenden Zuschauern in der KöPi-Arena statt? Kann man das nicht besser verschieben? (Hörer Markus)

Das CentrO bekommt von der Arena regelmäßig eine Übersicht der Veranstaltungen und der (erwarteten) Zuschauerzahlen. Bei Kris Tall sorgte das nicht für Freude. Aber: Verschieben ist schwierig. Denn auch die Arena hat Interesse daran als Wirtschaftsunternehmen gute Geschäfte zu machen. Im Falle von Kris Tall ginge das Wochenende - und eben kein anderes.

Auch RWO hat am 3. Adventssamstag ein Heimspiel - ungünstig, aber eben auch nicht einfach verschiebbar.



Wieso macht man es nicht wie bei sportlichen Großveranstaltungen und setzt Verkehrspolizisten ein? (Hörer Andreas)

Würde das CentrO um Marcus Remark auch begrüßen - warum nicht?

Aussage der Polizei Oberhausen dazu: Ein Eingreifen würde wenig bis gar nichts bringen. Es ist einfach zu viel Verkehr auf der Fläche - die Kapazitätsgrenzen sind erreicht. Schon jetzt wird bei Unfällen etc eingegriffen und versucht zb per Twitter die Autofahrer vorab "zu lenken".



Wieso wird nicht ein P&R gemacht und von dort Pendelbusse eingesetzt? (Hörerin Birgit)

Aus Platzgründen. Wo sollte dieser Parkplatz hin? Auch zur Verfügung stehende Flächen wie die Parkplätze ums RWO-Stadion sind keine Lösung, da sie an Spieltagen nicht zur Verfügung stehen. Die Autofahrer "mal hier hin, mal dorthin" zu leiten, klappt aus der Erfahrung nicht.

Die Möglichkeit besteht bereits an der Werthfeldstraße in Sterkrade. Von dort fahren die Busse der Stoag 1-2 Minuten zum CentrO, ein Kurzstreckenticket reicht.
Diese Möglichkeit ist aber auch keine Option "für alle" - sollten Oberhausener aber gern als Empfehlung nehmen.

Das komplette Interview

Das komplette Interview aus der Morgensendung vom 13.12 gibt es hier auch noch einmal zum Nachhören.

Eure Fragen, die zeitlich nicht in die Sendung passten aber hier auftauchen, haben wir offair beantworten lassen.


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