Kommunalwahl 2025 - Daniel Schranz, CDU

Sechs Kandidaten stellen sich der Wahl zum Oberbürgermeister. Hier könnt ihr den Kandidaten der CDU kennenlernen.

Oberbürgermeisterkandidat Daniel Schranz vor einem grauen Hintergrund
© Tobias Koch

1. Stadtentwicklung & Wohnen

Den weiteren wirtschaftlichen Wandel unserer Stadt voranzutreiben und aktiv zu gestalten, ist eine zentrale Aufgabe. Durch die Ansiedlung neuer und das Wachstum hiesiger Unternehmen sind in zehn Jahren rund 9.300 zusätzliche sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze entstanden und die Hotelübernachtungen sind auf den Rekord von über 600.000 im Jahr angestiegen. Diese erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung unserer Stadt will ich u.a. mit der Errichtung des Grünen Gewerbeparks Gute Hoffnung auf dem Gelände des ehemaligen Werks II der GHH, der Entwicklung der Neuen Zeche Sterkrade und der Ansiedlung von Karl‘s Erlebnisdorf im ehemaligen Centro-Park fortsetzen.

Eine zweite zentrale Aufgabe ist, den Wandel unserer Stadtteilzentren aktiv zu gestalten, weil wir attraktive Orte brauchen, an denen Menschen gerne zusammenkommen. Deshalb haben wir fast 100 Millionen Euro an Fördergeldern für unsere Zentren eingeworben, deshalb siedeln wir öffentliche Einrichtungen wie das Jobcenter am Altmarkt und das Lehrerseminar an der Marktstraße an. Mit der Neugestaltung der Marktstraße in Alt-Oberhausen, dem „blau-grünen“ Umbau der Bahnhofstraße in Sterkrade sowie der baldigen Fertigstellung des modernen Stadtteilzentrums in Osterfeld mit Jugendzentrum, Stadtteilbibliothek und Veranstaltungsaula soll es mit der Aufwertung der Stadtteilzentren weitergehen. Dazu gehören aber auch die Ausweitung der Stadtreinigung, die Stärkung des Kommunalen Ordnungsdienstes und der konzertierte Einsatz gegen Problemimmobilien.

Gutes Wohnen und nachhaltige Mobilität sind Voraussetzungen für Lebensqualität und Heimatgefühl. Die Schaffung von attraktivem Wohnraum und die Investition in funktionierende Verkehrswege machen unsere Stadt fit für die Zukunft. Daher will ich sowohl über die Ausweisung von Baugebieten – zum Beispiel auf dem Stahlwerksgelände in der Neuen Mitte – als auch über den weiteren intensiven Fördermittelabruf beim sozialen Wohnungsbau ein breites Wohnungsangebot sicherstellen. Und mit der neu gegründeten städtischen Grundstücksentwicklungsgesellschaft (GEO) wird die Stadtentwicklungspolitik institutionell gebündelt und damit weiter ausgebaut.

2. Klima & Mobilität

Zum Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen braucht es kommunales Engagement für Umwelt- und Klimaschutz. Mit zahlreichen Maßnahmen und Projekten leisten wir in Oberhausen einen engagierten Beitrag zur Klimafolgenanpassung. So haben wir unsere sieben Lehrschwimmbecken energetisch saniert, wodurch wir jährlich etwa 1.200 Tonnen CO2 einsparen. Aber auch private Klimaschutzinvestitionen werden mit den vier Innovation-City-Quartieren Osterfeld/Vondern, Alstaden, Schmachtendorf und Tackenberg gefördert. In den letzten Jahren haben wir zudem 28 städtische Gründächer und acht Photovoltaikanlagen auf städtischen Immobilien errichtet und mehr als siebenmal so viele Bäume neu gepflanzt wie gefällt werden mussten.

Diese positive Entwicklung will ich fortsetzen, zum Beispiel mit der ökologischen Aufwertung des Ruhrparks im Rahmen der Internationalen Gartenausstellung 2027 und der Renaturierung des Holtener Bruchs im Zuge der Emscher-Umbaus. Mit der Sanierung des Ruhrdeichs wollen wir gleichzeitig Natur- und Bevölkerungsschutz betreiben. Und zudem steht die Errichtung von 19 weiteren städtischen Gründächern und 13 Photovoltaikanlagen auf meinem Plan.

Eine moderne, verlässliche und bezahlbare Mobilität muss aus meiner Sicht alle Verkehrsteilnehmer gleichermaßen in den Blick nehmen: ob zu Fuß, mit dem Rad, im Auto oder mit Bus und Bahn. Deshalb sind mir Projekte wie die Reaktivierung der Walsumbahn oder der Ausbau der Straßenbahnlinie 105 mit einer verbesserten Trassenführung ebenso wichtig wie Lückenschlüsse im Radwegenetz und der Anschluss an den Radschnellweg oder die Beseitigung der Stauschwerpunkte Konrad-Adenauer-Allee und Osterfelder Straße durch Ausweitung der Brückenbauwerke und Unterführungen. Gegenseitige Akzeptanz ist hierbei ein wichtiges Ziel. Gleichzeitig stehen wir vor großen Herausforderungen: Der Ausbau der Betuwe-Linie durch die Bahn, die Modernisierung der Autobahnen durch den Bund sowie die Transformation der Energieverteilnetze verändern das Stadtbild und belasten das tägliche Pendeln. Diese Großprojekte sind notwendig, müssen aber klug begleitet und koordiniert werden. 

3. Soziales Miteinander & Teilhabe

Eine offene Stadtgesellschaft lebt vom Miteinander ihrer Menschen. Oberhausen ist durch Zuwanderung überhaupt erst entstanden und diese Vielfalt ist eine große Stärke – wenn sie ein gemeinsames Fundament hat. Ich will weiter auf Begegnung und Chancengleichheit setzen, gegen Abgrenzung oder Vereinzelung. Kommunalpolitik muss dazu durch dialogorientierte Strukturen und Angebote, verlässliche Unterstützung und lebendige Quartierskultur den Rahmen geben.

Die Bildung und Bindung junger Menschen sind ausschlaggebend für die Zukunftsfähigkeit unserer Stadt. Deshalb war und ist mir nichts so wichtig wie die Investition in unsere Oberhausener Bildungslandschaft. Deshalb haben wir in den vergangenen zehn Jahren 235 Millionen Euro in unsere Schulen und Kindertageseinrichtungen investiert, fast 2.500 neue Plätze in der Kindertagesbetreuung geschaffen, alle Oberhausener Schulen an das städtische Glasfasernetz angeschlossen, WLAN in alle Unterrichtsräume gebracht und die Zahl der digitalen Endgeräte von 300 auf 17.000 gesteigert. Diese positive Entwicklung will ich fortsetzen, unter anderem mit der Errichtung des ersten Oberhausener Schulneubaus seit 50 Jahren und zahlreichen Erweiterungsbauten an unseren weiterführenden Schulen.

Das große und reichhaltige Kulturangebot ist ein starkes Aushängeschild für unsere Stadt. Und die Oberhausener Sportvereinslandschaft ist ein starkes Rückgrat unserer Stadtgesellschaft. Engagiert investieren wir sowohl in die Kultur als auch in den Sport unserer Stadt, mit neuen Stadtteilbibliotheken in Sterkrade und Osterfeld ebenso wie mit der Sanierung und dem Neubau zahlreicher Sportstätten in allen Stadtteilen. Auf meinem Plan stehen der Umbau des denkmalgeschützten alten Rathauses Sterkrade zur Musikschule und der ehemaligen Synagoge Holten zum Begegnungs- und Erinnerungsort ebenso wie der Ausbau des Niederrhein-Stadions zu einem zeitgemäßen, multifunktionalen Sport- und Veranstaltungsort und die Sanierung des Freizeitbades Revierpark Vonderort.

Demokratie ist, wenn Bürgerinnen und Bürger mitreden. Umfassende Bürgerbeteiligung und große Transparenz sind zentrale Bausteine meiner Arbeit. Deshalb haben wir Leitlinien für Bürgerbeteiligung umgesetzt, drei Bürgerräte berufen und 30 Dialogtour-Veranstaltungen in allen Stadtteilen durchgeführt. Dieses Engagement will ich gerne fortsetzen.

Zuletzt: Was motiviert Sie persönlich, Oberbürgermeister dieser Stadt werden zu wollen?

Oberbürgermeister unserer Stadt zu sein – das ist für mich Aufgabe und Ehre zugleich. Gemeinsam haben wir die Stadt gut vorangebracht und die Krisen unserer Zeit gemeistert. Gerne möchte ich auch in Zukunft dafür arbeiten, dass weitere gute Jahre für unsere Stadt folgen.

Ich möchte den Wirtschaftsstandort Oberhausen weiter stärken und für neue Arbeitsplätze sorgen. Ich möchte die Aufwertung unserer Stadtteile fortsetzen und die Sicherheit und Ordnung stärken. Ich möchte bei der Bildung alles dafür tun, unseren Kindern die besten Chancen zu bieten. Ich möchte weiter auf eine Politik der Vernunft und Gemeinsamkeit, der Transparenz und Beteiligung setzen.

Denn ganz sicher sind wir noch lange nicht am Ziel, sondern haben noch einiges vor uns, um unsere Stadt für die Zukunft gut aufzustellen. Dafür möchte ich mich als Oberbürgermeister gerne weiter mit Herz und Verstand einsetzen.

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