Kommunalwahl 2025 - Thorsten Berg, SPD
Veröffentlicht: Donnerstag, 28.08.2025 13:00
Sechs Kandidaten stellen sich der Wahl zum Oberbürgermeister. Hier könnt ihr den Kandidaten der SPD kennenlernen.

1. Stadtentwicklung & Wohnen
Ich will, dass Oberhausen eine Stadt der Chancen wird: wirtschaftlich, städtebaulich, ökologisch und sozial. Ich will, dass wir den Stillstand in unserer Stadt endlich überwinden. Wir wollen ein Klima schaffen, das gute Voraussetzungen für Unternehmen in Oberhausen bietet. Dazu gehören Gründerzentren und Co-Working-Spaces. Unsere Wirtschaftsförderung und der Wissenschaftscampus müssen weiterentwickelt werden, die Digitalisierung Oberhausens ehrgeizig vorangetrieben werden. Oberhausen braucht kostenfreie WLAN-Netze und eine moderne 5G-Infrastruktur, um in der digitalen Vernetzung mit anderen Städten Schritt halten zu können. Um dies leisten zu können, müssen wir auch die Digitalisierung unserer Verwaltung konsequent vorantreiben.
Dabei wollen wir immer die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger im Blick behalten. Die Smart City Oberhausen soll es ermöglichen, eine moderne, sozial gerechte und nachhaltige Stadtentwicklung mit digitalen Mitteln voranzutreiben. Intelligente Technologien helfen uns nicht nur in der Bildung, der Wirtschaft und dem Bürgerservice, wir wollen sie auch in der Abfallwirtschaft und Umweltüberwachung nutzen, um die Sauberkeit im Stadtbild endlich nachhaltig zu verbessern.
Neuer Schulraum muss zügig und bedarfsgerecht geschaffen werden, um den steigenden Schülerzahlen gerecht zu werden. Digitalisierung und Modernisierung der Schulen müssen schneller umgesetzt werden, um unseren Kindern und Jugendlichen moderne Lernorte zu bieten, die digitale Ausstattung und pädagogische Qualität miteinander verbinden.
Ich werde mich dafür einsetzen, dass in Oberhausen mehr bezahlbare und öffentlich geförderte Wohnungen entstehen. Kommunale Flächen sollen gezielt für den sozialen Wohnungsbau bereitgestellt und Investitionen erleichtert werden. Natürlich zählt da nicht nur der Neubau, auch ältere Gebäude müssen den heutigen Anforderungen an Komfort und Klimaschutz entsprechen. Dies wollen wir gezielt fördern.
2. Klima & Mobilität
Neue Wohnquartiere sollen in Oberhausen grundsätzlich „grüne Quartiere“ sein. In nachhaltiger Bauweise errichtet, mit erneuerbaren Energien, Grünflächen, einer klimaangepassten Infrastruktur und einer guten Anbindung an den Umweltverbund bestehend aus ÖPNV, Rad- und Fußwegen. Den ÖPNV wollen wir stärken: engere Taktungen, eine bessere Anbindung an Wohnquartiere und moderne Fahrzeuge. Der Nahverkehr muss für alle Altersgruppen eine echte Alternative zum Auto darstellen.
Die Verkehrswende gelingt uns freilich nur mit attraktiven und sicheren Wegen für den Rad- und den Fußverkehr. Lücken im Radwegenetz müssen geschlossen und Fahrradstraßen ausgebaut werden. Wo es auch immer möglich ist, müssen wir den Rad- und den motorisierten Individualverkehr trennen. Eine „Umverteilung“ des Straßenraums mit ein wenig Farbe auf der Straße ist da ja nicht des Rätsels Lösung, wie wir in den vergangenen Monaten gerade im Bereich der Bebelstraße feststellen mussten…
Mindestens ebenso wichtig wie Klimaschutz ist auch Klimaresilienz, also unsere Widerstandsfähigkeit gegenüber den Folgen des Klimawandels. Der Hochwasser- und Deichschutz muss konsequent ausgebaut werden, wir müssen Flächen entsiegeln, um Wasser die Möglichkeit zum Versickern zu geben.
3. Soziales Miteinander & Teilhabe
Meine Vorstellung von Oberhausen ist die einer solidarischen Stadt, die Vielfalt als Stärke erkennt und Voraussetzungen schafft, damit alle Menschen gleichberechtigt teilhaben können – ganz gleich, woher sie kommen, wie alt sie sind oder ob sie körperlich beeinträchtigt sind oder nicht.
In Quartieren mit besonderen Herausforderungen sollen soziale Arbeit, Bildungseinrichtungen, Stadtplanung, Kultureinrichtungen, Sportvereine und die Wirtschaftsförderung gezielt zusammenarbeiten, um das Leben der Menschen dort nachhaltig zu verbessern. Dafür müssen wir unsere Ressourcen bündeln: statt Unterstützung mit der Gießkanne – für die einen nicht nötig, für die anderen zu wenig – müssen wir dort, wo der Bedarf am größten ist, auch unsere knappen Mittel zielgerichtet einsetzen.
Bildung darf nicht vom Elternhaus abhängen. Deshalb setze ich mich für mehr Bildungsgerechtigkeit ein, von der frühkindlichen Förderung bis zur beruflichen Weiterbildung: Jedes Kind verdient die gleichen Möglichkeiten, sich frei zu entfalten und seinen Platz auf der Welt zu finden. Ich werde dafür kämpfen, dass Oberhausen die familien- und kinderfreundlichste Stadt im Ruhrgebiet wird.
Extrem wichtig für den Zusammenhalt in unserer Stadt und die Chancengleichheit ist das soziale Netz unserer Stadt. Ich werde den Erhalt der Oberhausener Trägerlandschaft zur Chefsache machen.
Zuletzt: Was motiviert Sie persönlich, Oberbürgermeister dieser Stadt werden zu wollen?
Unsere Heimatstadt hat so viele Stärken, so ein großes Potenzial. Doch es wird nichts daraus gemacht. Denn im Rathaus regieren Stillstand, Mutlosigkeit und Chancentod. Seit einem Jahrzehnt wird verwaltet, aber nicht gestaltet. Die Stadt fällt immer weiter zurück.
Hand aufs Herz: Hat aktuell jemand den Eindruck, dass Oberhausen heute besser dasteht als vor zehn Jahren? Eben. Genau das will ich als Oberbürgermeister in Oberhausen ändern. Für mich ist Oberhausen die Stadt der Chancen. Man muss sie nur kraftvoll und entschlossen nutzen. Und genau das motiviert mich und das werde ich als Oberbürgermeister tun.